Jahr der Stille 2010
„Unruhig ist meine Seele, bis sie Ruhe findet, Gott, in dir.“ (Augustinus)
Unsere Zeit sehnt sich nach Stille – und flieht gleichzeitig vor ihr. Klöster erleben einen Besucherandrang wie nie – und doch gelingt es kaum jemandem, Stille in den eigenen lauten, hektischen Alltag zu integrieren. Das Problem unserer Zeit scheint weniger der Himmel zu sein, der schweigt, sondern eher unser lauter Alltag, der den Himmel übertönt. Wie entdecken wir in diesem Lärm Gottes gesunden Lebensrhythmus für unseren Alltag wieder? Wie entwickeln wir in unserer Gemeinde bzw. für uns persönlich eine Kultur der Stille? Darum geht es in dieser Gemeindeaktion zum Jahr der Stille 2010.
Wir planen keine großen Aktionen, die nur wiederum Stress und Arbeit hervorrufen.
Wir wollen aber motivieren, wieder ganz bewusst die Stille vor Gott zu suchen, von IHM her Kraft und Wegweisung zu erhalten, bei IHM zur Ruhe zu kommen, neu aufzutanken.
Als Hilfe soll uns dazu ein Buch dienen:
„Stille - Dem begegnen, der alle Sehnsucht stillt“ von Elke Werner und Klaus Günter Pache
Hierin sind 40 Andachten enthalten, jeweils 4-5 Seiten lang, mit kleinen Anregungen, Fragen, Überlegungen, die anleiten, über uns und unsere Beziehung zu Gott und Jesus Christus neu nachzudenken. Man kann dieses Buch im Stück an 40 Tagen durchlesen / durcharbeiten oder auch immer wieder einzelne Abschnitte übers Jahr verteilt betrachten.
Was haben wir vorgesehen? Wir werden verschiedene Gottesdienste in diesem Jahr unter dieses Thema stellen. Nach diesen Gottesdiensten sollte man dann in dem Buch einige Kapitel persönlich durcharbeiten.
Die Hausbibelkreise wollen wir motivieren, anhand eines speziellen Heftes das Thema „Stille“ in ihren Gruppen jeweils in der darauffolgenden Woche zu besprechen.
Wenn möglich greifen die einzelnen Arbeitskreise dieses Thema innerhalb ihre Gruppe mit auf, so dass die Kinder / Teenies / Jugendliche / Erwachsene motiviert werden, die Stille vor Gott zu suchen, den PC / Fernseher auszumachen und seine Nähe suchen.
Was ist das Wichtigste bei dieser ganzen Aktion? Das Gebet. Das klingt vielleicht wieder ganz fromm, aber es ist der Schlüssel für Veränderungen in unserem Leben.
Wir wollen nicht nur eine Aktion machen, um sie gemacht zu haben. Nein, unser Ziel ist es, dass Gott verändernd in unser Leben eingreift und dass wir sein Reden hören. Deswegen brauchen wir das Gebet.
Deshalb betet dafür, dass wir als ganze Gemeinde dieses neue Jahr 2010 dazu nutzen, still zu werden vor Gott; dass jeder persönlich die Nähe und Stille vor Gott sucht; dass wir in den Gruppen und als ganze Gemeinde sein Reden in der Stille vernehmen.
Darum wollen wir beten, dass Gott uns das schenkt. Wir können sein Wirken nicht befehlen, aber erbitten. Deshalb betet mit.
Für den Ältestenkreis
Albert Dabronz

